Autogenes Training nach J. H. Schultz
Was ist autogenes Training / Autosuggestion?
Kann autogenes Training beim Entspannen helfen?
Das autogene Training (AT) ist eine auf Autosuggestion basierende Entspannungstechnik. Sie wurde von J. H. Schultz aus der Hypnose entwickelt, 1926 erstmals vorgestellt. Sie basiert aber im Gegensatz zur Hypnose ausschließlich auf Auto-(Selbst-) Suggestionen. Heute ist das autogene Training eine weit verbreitete und anerkannte Psychotherapiemethode.
Innerhalb der Grundstufe kann sich mit den Schwere- und Wärmewahrnehmungen nach mehrwöchigem Training eine organismische Gesamtumschaltung einstellen. Zusätzliche Komponenten (Organübungen) vertiefen die neu gewonnenen Körperwahrnehmungen.
Formelhafte Vorsatzbildungen können die therapeutische Arbeit und die positiven Wirkungen verstärken. Die Oberstufe des autogenen Trainings basiert auf Imaginationen, die in der selbstinduzierten Trance systematisch erreicht werden kann. Hierdurch ist autogenes Training mehr als reine Entspannung.
Im Sinne einer Stabilisierung und Umschaltung des Vegetativums werden die unwillkürlichen Körperreaktionen beeinflußt und die parasympathischen Reaktionen können gefördert werden. Die Anwendung der über eine lange Zeit kontinuierlich erlernten Übungen ermöglich oft eine raschere Entspannung in Streßsituationen.